Innovationsoffene Software für Steuerung und Dokumentation der Sterilisationsprozesse 

Für die Steuerungs- und Dokumentations-Systeme unserer Dampfsterilisatoren gilt: So einfach wie möglich, so komplex wie nötig. Doch immer zuverlässig, sicher und äußerst benutzerfreundlich.

Holzner Dampfsterilisatoren zeichnen sich auch bei der Software durch modulare anwendungsoptimierte Lösungen aus. Diese erfüllen die hohen Anforderungen an Sicherheit, Reproduzierbarkeit, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit der Sterilisationsabläufe.

Für die sichere Steuerung des Sterilisationsablaufes und für Prozess- bzw. Chargendokumentation sind zwei völlig getrennte Systeme vorgeschrieben (DIN EN 285). Dies umfasst auch die Mess-Systeme.

Steuerungssoftware der Holzner Dampfsterilisatoren

Alle Verfahrensabläufe der Holzner Sterilisatoren werden durch eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) präzise und reproduzierbar gesteuert, überwacht und geregelt.

Schon in die Standardausführung können mehr als 50 Sterilisierprogramme installiert werden. Individuelle Anpassungen und Parametrisierungen, Ergänzungen und Erweiterungen sowie Updates sind leicht möglich.

Schleusenprogramme, Prioritätenregelungen, zwangsgeführte Programmabläufe, Verriegelungen – bei Holzner Dampfsterilisatoren direkt umsetzbar.

Art und Beschaffenheit der Sterilisiergüter erfordern bestimmte Sterilisierprogramme.

Nachstehend eine Auswahl von Standard-Sterilisierprogrammen mit der Zuordnung zu den gebräuchlichsten Sterilisiergütern:

Sterilisierprogramme nach FRVV/VTM

Fraktioniertes Vakuumverfahren, Vakuum mit Trocknung, z. B. für feste und poröse Güter, wie Utensilien aus Glas, Metall, Textilien, leere Glasflaschen, Einstreu, Tierfutter, Tierkäfige mit und ohne Einstreu

Sterilisierprogramme nach FRVV/VOT

Fraktioniertes Vakuumverfahren, Vakuum ohne Trocknung, z. B. für die Entsorgungssterilisation fester und poröser kontaminierter Laborabfälle, beispielsweise benutzte Petrischalen einschließlich Abluftsterilfilter und Kondensatsterilisation oder kontaminierter Filter aus Sicherheitsbereichen (Werkbänke bzw. Klimaanlagen), einschließlich Abluftsterilfilter und Kondensatsterilisation.

Sterilisierprogramme nach VOVV/VMT

Vor-Vakuumverfahren, Vakuum mit Trocknung, z. B. für Membranfilter aus Zellulose (mit verlangsamten Druckwechseln)

Sterilisierprogramme nach VOVV/IDK

Vor-Vakuumverfahren, indirekte Kühlung, z. B. für Lösungen, Nährmedien, Suspensionen in Erlenmeyerkolben, Steilwandflaschen usw., mit nachfolgender Mantelkühlung unter Stützdruck oder für die Entsorgungssterilisation von flüssigen kontaminierten Laborabfällen einschließlich Abluftsterilfilter und Kondensat-sterilisation oder mit Trinkwasser gefüllte Tränkflaschen; einschließlich Abluftsterilfilter und Kondensatsterilisation

Sterilisierprogramme nach GRAV/IDK

Gravitations-Verfahren, indirekte Kühlung z. B. für warm eingebrachte Lösungen, Nährmedien, Suspensionen in Erlenmeyerkolben, Steilwandflaschen usw. mit nachfolgender Mantelkühlung unter Stützdruck

Sterilisierprogramme nach DLGV/DLK

Dampf-Luft-Gemisch-Verfahren, Dampf-Luftgemisch-Kühlung z. B. für Lösungen, Nährmedien, Suspensionen in Erlenmeyerkolben, Steilwandflaschen usw. mit nachfolgender durch Luftumwälzung erreichter Schnellkühlung unter Stützdruck

Sterilisierprogramme nach DHBV/DHK

Direktes Heißwasserberieselung-Verfahren, direkte Heißwasser-Kühlung z. B. für Flüssigkeiten in fest verschlossenen Behältnissen durch direkte Heißwasserberieselung mit nachfolgender direkter Heißwasserkühlung unter Stützdruck

Software für Prozess- und Chargendokumentation

Die Parameter des Sterilisationsverfahrens werden normgerecht unabhängig dokumentiert – präzise, eindeutig und lückenlos. Dazu setzen wir bei Holzner einen separaten Industrie-PC ein, mit eigener Analogverarbeitung.

Die Dokumentation zeigt Prozesskurven (Drücke, Temperaturen), dazu Klartextinformationen aller pozessrelevanten Daten, z. B. Chargen-Nr., Datum, Uhrzeit, Störmeldungen, Programmschritte usw.

Die Anforderungen der Nutzer bestimmen Umfang und Inhalt der Informationen.

Lösungen mit Protokoll-Drucker, Messwertdrucker oder papierlosen Schreibern

(qualifizierbar nach FDA-Richtlinien) sind möglich.

Verknüpfung mehrerer Anlagen oder mit bestehenden hausinternen IT-Systemen können leicht realisiert werden.

Die eingesetzte Mikrocomputer-Technologie entspricht hohem Industriestandard.

Sie bietet schnelle Signalverarbeitung sowie präzise Regelungstechnik (beispielsweise PID-Regelung).

Wichtige technische Merkmale:

  • Analoge und digitale Ein- und Ausgänge

  • Mindestens 3 Schnittstellenarten, z. B. USB, Ethernet, RS232

  •  Hohe Auflösegenauigkeit: Temperatur 0,1° C; Druck 1mbar

  •  F-Wert-Berechnung möglich

  • MODEM, z. B. Ferndiagnose, Anschluss an bauseitiges Netzwerk

  • Anschlüsse an Internet, Zentrale Leittechnik (ZLT), Gebäudeleittechnik (GLT)

  •  Wahlweise integriertes Energiemanagement für z. B. Dampfversorgung bzw. Anschluss an bauseitiges Managementsystem

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